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Rihannas Biographie

1988 erblickt Rihanna, 2005 ihr erstes Album "Music Of The Sun" das Licht der Welt. Die Kleine ist gerade einmal 17 Jahre alt, als Def Jam unter der Aufsicht von Neu-Boss Jay-Z höchstpersönlich das Debütalbum der jungen Dame von der Urlaubsinsel Barbados auf den Markt bringt.
Bevor sie jedoch in New York mit zwei hochkarätigen Produzenten an ihren ersten Tracks arbeitet, geht Rihanna - wie fast jedes Mädchen ihres Alters - zur Schule. Sie drückt die Bank in ihrer Heimat St. Michael auf Barbados. Zu Hause singt sie vor dem Spiegel in die Haarbürste. So laut, dass sich die Nachbarn ab und zu beschweren. Aber man wir doch mal träumen dürfen!

Im Urlaub mit seiner Frau Jackie - die auch aus Barbados stammt - weist ein gemeinsamer Freund den New Yorker Produzenten Evan Rogers auf die Tochter einer Bekannten hin. Evan nimmt Robyn Rihanna Fenty genauer unter die Lupe und befindet, er habe es hier mit einem Ausnahmetalent zu tun. Gemeinsam mit seinem Partner Carl Sturken (die beiden haben untere anderem schon Hits für Christina Aguilera geschrieben und produziert) beschließt er, mit dem Mädel von der Karibik-Insel ein paar Songs aufzunehmen.

So reisen sie nach New York, schreiben zu dritt zwölf Stücke und bannen diese auf Tape. Das Produzentenduo steckt die Aufnahmen einigen wichtigen Leuten zu, und schon versuchen sieben Labels, das junge, viel versprechende Ding zu signen. Doch ein Versuch verläuft besser als alle anderen: Def Jam-Boss Jay-Z lässt es sich nicht nehmen, Rihanna selber zum Vorsingen zu bitten.

Aufgeregt sei sie gewesen, sie habe arg gezittert, berichtet die Sängerin später. Doch das ist war es wert. Nach dem Vorsingen möchte Jay-Z Rihanna gar nicht mehr gehen lassen. Innerhalb von zwölf Stunden, heißt es, war der Vertrag unterschrieben - und Rihanna somit das erste Signing des neuen Def Jam-Labelbosses. Im Spätsommer 2005 stehen die zwölf Songs weltweit in den Läden, ihre Single "Pon De Replay" macht Rihanna zum Star in Amerika. Auch Europa möchte sie im Sturm erobern.

Kaum ein halbes Jahr später legt Rihanna bereits ihr zweites Album nach. "A Girl Like Me" erscheint im April 2006. Nach bewährtem Konzept soll eine Dancefloor-geeignete Nummer Appetit auf den Rest machen. Das "Pon De Replay" des Jahres 2006 heißt "SOS" und bezieht seine Wirkung fast zu 100% aus dem überaus populären Soft Cell-Sample. Der Rest des Albums, vorwiegend langsame Reggae- und R'n'B-Nummern sowie die obligatorische Pianoballade, wirkt allerdings hastig zusammengeklatscht, offenbart Rihannas stimmliche Schwächen und legt die Vermutung nahe, dass hier noch einmal hurtig mit dem Pfund der Jugend gewuchert werden sollte, bevor es dafür zu spät ist.

8.12.06 17:05


Eminems Biographie

Ist er nun Amerikas Alptraum, ein neuer Elvis Presley oder einfach nur ein verdammt guter Rapper? Es treffen wohl die meisten Urteile über Eminem irgendwie zu. Der hollywood'schen Selbstinszenierung seiner Persönlichkeit sei Dank. Wenn zum Beispiel konservative Politiker den Detroiter Superstar auf eine Stufe mit Bin Laden stellen, so zeigt dies nur, dass Slim Shadys mediale Selbstdarstellung mehr als erfolgreich war. Mit Videos voll schwarzen Humors und aufhetzenden Todschlag-Texten schockt er von Anfang an bewusst die strenge US-Öffentlichkeit. Er schlüpft dazu in verschiedene Rollen, um die falschzüngige Doppelmoral Amerikas widerzuspiegeln.
Außerhalb der USA verliert der Schrecken stark an Wirkung. Von der Basis ertönen indes andere Anschuldigungen. Wie einst Elvis den Rock'n'Roll entreiße Eminem den Afroamerikanern ihre Hip Hop-Kultur. Zwar drängelt er sich schon sehr offensiv in den Mittelpunkt, doch vor ihm hatte auch noch nie ein so talentierter Weißer zum Mikrofon gegriffen. Weder Vanilla Ice, noch Fred Durst, die Beastie Boys oder Everlast können ihn das Wasser reichen. Klasse kennt eben keine Rasse. Gewiss aber treffen Eminems böse und vielschichtigen Provokationen ihre Ziele mindestens ebenso hart und genau wie Elvis' Hüftschwung den Otto-Moral-Verbraucher der frühen sechziger Jahre.

Die harte Kindheit in Detroit

Eminem erblickt 17. Oktober 1972 in St. Joseph, Vorort von Kansas City, als Marshall Bruce Mathers III das Licht der Welt. Er wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, die alle drei Monate ziellos von einem Ort zum anderen zieht. Für seinen abwesenden Vater hat der spätere Rap-Superstar auch heute noch nur einen kurzes "Der Wichser kann mich am Arsch lecken" übrig, und das Verhältnis zu Mama Mathers sollte sich im Laufe der Jahre dank Klagen und Hasstexten ebenfalls arg verschlechtern. Wegen der ständigen Umzugsquälereien sind Schulfreunde für den kleinen Marshall natürlich Mangelware, und so widmet sich der kleine Steppke bereits mit zehn Jahren der Rap-Musik. Besonders Ice-Ts "Reckless" begeistert den einsamen Jungen in den Hip Hop-Kindertagen. 1985 findet die kleine Familie im Trailerpark der sozial schwachen und von Schwarzen dominierten Detroiter Eastside ein längeres Zuhause.

"Als Kind bin ich von meinen Mitschülern derart gehänselt worden, dass ich nur zu gerne mit einer Maschinenpistole durch die Klassen gezogen wäre", legt Eminem im taz-Interview seine Seele offen. Nach dem Eistee wandern nun verstärkt die Beastie Boys und N.W.A. in den Teenie-Walkmann, "da die sich einfach trauten, alles zu sagen". Doch nur Rap zu konsumieren, genügt dem Jungen nicht. Mit 14 beginnt er im Keller eines Freundes als Manix bzw. M&M zu reimen. Freestyle-Battles in der Aula oder auf dem Schulhof bestimmen seine Tagesordnung. Kurz entschlossen schmeißt er die Schule und schlägt sich mit schlecht bezahlten Jobs als Lagerarbeiter durchs Leben. Seine eigentliche Passion gilt jedoch den lokalen Reim-Wettkämpfen. Trotz weißer Hautfarbe errappt er sich als Eminem schnell den Respekt der Detroiter Hip Hop-Szene. Er profitiert davon, dass sich seine Skills in der Rap-Provinz besser entwickeln als im hart umkämpften Mekka New York.

Das Hip Hop-Element der "Competition" spielt auch in Eminems weiterer Rap-Karriere eine große Rolle. Diss-Tracks und Business-Beefs ersetzen nach dem großen Durchbruch die regionalen Freestyle Battles. Jetzt muss er sich nicht nur Detroit, sondern landesweit behaupten, und da kann einen die eigene große Klappe schon in Verlegenheit bringen. Nicht jeder Streit läuft nur lyrisch auf Platte ab wie die Duelle Krs-One vs. MC Shan, LL Cool J vs. Canius oder Jay-Z vs. Nas. Wenn Millionen im Rapgame zirkulieren und Mafiosi mit mischen, kann die Auseinandersetzung schnell eskalieren, so geschehen bei den Morden an 2Pac und Notorious BIG.

Natürlich rasselte auch Eminem des Öfteren mit Kollegen zusammen. Glimpflich, sprich auf sportlicher Ebene lief der Stress mit Underground-Emcee Cage, Evidence von den Dilated People und Ford City-Nachbar Royce Da 5'9 ab. Giftpfeile in Richtung Fred Durst, Moby oder Britney Spears blieben unbeantwortet. Härter ging es dagegen schon bei der Fehde mit Everlast zur Sache. Der Ex-House Of Pain-Mann prügelte sich mit Eminems D-12-Freunden während seiner Show in Detroit. Auch Ray Benzino, Chef des Hip Hop-Magazins The Source, würde gerne mal die Fäuste gegen Eminem schwingen, wie er in Interviews und Songs ankündigte. Noch gefährlicher könnte der Beef mit Murder Inc und Suge Knight enden, in den er durch seine Geschäftsfreunde 50 Cent und Dr. Dre hineingezogen wurde.

Erstgenannter Feind besitzt enge Verbindungen zu New Yorker Drogenbossen und letzterer spielte angeblich schon an den Morden von 2Pac und Notorious B.I.G. eine dubiose Rolle. Nach unzähligen Freestyle-Fights in Detroit schließt sich Eminem 1994 zwecks Gruppenstärke der New Jack-Crew an, wechselt aber schon bald zu Soul Intent, die 1995 seine erste Single veröffentlichten. Auf der B-Seite tritt ein gewisser Proof als Gastrapper in Erscheinung. Dieser ist von Eminem so angetan, dass er mit ihm die Clique D-12 gründet. Vier weitere Mitglieder stoßen zu D-12, die sich jedoch nicht als strenge Band verstanden wissen wollen, sondern eher ein loses Kollektiv bilden, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Nach der Geburt von Tochter Hailie am 25. Dezember 1995 sieht sich der junge Vater gezwungen, seine Rap-Leidenschaft auch in wirtschaftliche Stabilität umzumünzen. 1996 darf Eminem endlich ein paar Demos im Studio eines Kumpels aufnehmen. Das Albumergebnis "Infinite" erscheint in geringer Stückzahl als Tape auf dem Independent-Label Web Entertainment. Ems Style klingt auf der Scheibe noch wie eine unausgegorene Mischung der angesagten New Yorker-Emcees Nas und AZ. "Auf "Infinite" habe ich noch versucht herauszufinden, wie mein eigener Rap-Style klingen soll", gesteht der talentierte Nachwuchskünstler. Durch die neuen Aufnahmen angestachelt, lässt er Werbeposter für Plattenläden drucken und versucht, seine Platte auf der Straße zu verchecken. Noch zeigt niemand größeres Interesse. Doch das eiserne Durchhaltevermögen des Hip Hop-Freaks öffnet ihm schließlich die Tür einer Radiostation, die einen seiner Songs ins Programm nimmt. Die Sendung wird landesweit ausgestrahlt und festigt Eminems Ruf als talentierter Mass Controller.

Auf seinen steigenden Bekanntheitsgrad bauend, händigt er Konzertveranstalterin Wendy Day eine Kopie des "Infinite"-Albums aus. Daraufhin sichert sie ihm die Teilnahme an den 97er MC Battles bei den Rap-Olympics. Eminem liefert eine Top-Leistung ab und muss sich erst im Finale geschlagen geben. "Für mich ging es irgendwie um Leben oder Tod", erinnert sich der bis in die Haarspitzen motivierte Vize. Nach dem erfolgreichen Event drückt sein Manager Paul Rosenberg den anwesenden Talentscouts vom Interscope-Label zudem sein Demo in die Hand. Parallel dazu wirft Web Entertainment das Demo als "Slim Shady"-EP auf den regionalen Markt. Das Werk wimmelt nur so vor krassen Texten von Ems neuem Synonym Slim Shady. Er rappt sich hier förmlich den Frust von Seele und zeigt erste Anzeichen seines heutigen Rüpel-Status: "Auf der "Slim Shady"-EP schlug ich gegen jeden zurück, der jemals Scheiße über mich erzählt hatte."

Ein paar Wochen später findet Produzentenlegende Dr. Dre jenes legendäre Tape auf dem Büroboden von Interscope-Präse Jimmy Iovine. Der Hip Hop-Veteran kann sich vor Begeisterung kaum auf den Beinen halten. Nachdem er Eminem auch noch in der Los Angeles' Radiosendung von Sway und Tech reimen hört, setzt der G-Funk-Boss alle Hebel in Bewegung, um den weißen Wahnsinns-Emcee ins Studio zu locken. Dr. Dre April Rolling Stone-Magazin 1999: Wenn er die gleiche Person bleibt, die damals zum ersten Mal in mein Studio kam, dann wird er garantiert größer als Michael Jackson. Klar, dass Eminem sofort zu Dre in die Beat-Werkstatt eilt, denn "es war eine Ehre für mich, Lob aus dem Mund meines Jugendidols zu hören." Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort, und flugs kreiert das neue Paar diverse Songs für Eminems richtiges Debüt. Der Doktor nimmt ihn sogar als ersten Weißen für sein Aftermath-Label unter Vertrag. Der Grundstein für Ems Weltkarriere ist gelegt. Kurz vor Albumveröffentlichung heizt der kommende Superstar auf der Lyricist Lounge-Tour den Hype weiter an. Der deutsche Rapstar Curse war damals während der ersten Eminem-Vorbeben hautnah dabei: "Ich weilte 1998 zu Besuch in New York und traf mich mit Ill Bill von der Hip Hop-Crew Non-Phixion. Ich fragte Bill nebenbei, was es denn so neues in Sachen Rap gäbe. Er antwortete verschwörerisch: "Pass mal auf mein Freund. Ich habe hier ein Demotape von einem weißen Rapper aus Detroit, der jetzt gerade in LA bei Dr. Dre ist. Hör dir dieses Demo mal an. Wenn der Typ herauskommt, werden sich viele Emcees Gedanken machen müssen, ob sie noch auf dem gleichen Level sind."

Amerikas Alptraum durch geschickte Selbstinszenierung

Ein dreiviertel Jahr später überschwemmt das Eminem-Fieber angeheizt von Video "My Name Is ..." den ganzen Erdball. Während die deutschen Hip Hop-Kollegen Bauklötze über seinen nasalen, hyperschnellen Flow staunen, stehen die Münder der weltweiten Musikfans ob dieses blondierten, rotzfrechen Punks, der als Marilyn Manson und Bill Clinton auftritt, offen wie ein Scheunentor. Die geschickte Selbstinszenierung des bürgerlichen Rebellen mit seelischen Abgründen treibt das "Slim Shady"-Album zu vier Millionen verkauften Einheiten. Im Herbst 1999 folgt zudem die Heirat mit Langzeitfreundin Kim. Doch trotz zunehmenden Erfolges und privater Bürgerlichkeit weht ihm in den USA der Wind weiter scharf ins Gesicht. Besonders nach dem Massaker von Littleton stellen konservative Politiker Eminem an den Pranger. Seine Provokationen zeigen also Wirkung, denn tatsächlich sieht sich der Künstler nur als Rollenspieler, der gesellschaftliche Schattenseiten anprangert. Nur einmal scheint der Rapper die Grenze zwischen Darstellung und Anwendung von Gewalt zu überschreiten: im Frühjahr 2000 teilt er nicht nur verbal Prügel aus. Einstecken muss Douglas Dail von der Insane Clown Posse, da der Eminems Frau geküsst haben soll. Im Verlauf des Streites zieht Eminem sogar eine Handfeuerwaffe. Der Staatsanwalt droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe an, die der Rapper aber im letzten Moment noch abwenden kann, indem er sich teilweise schuldig bekennt. Im Juli überlebt seine Frau Kim Scott Mathers einen Selbstmordversuch und reicht im August die Scheidung ein. Kurz darauf lässt sie ihre Klage wegen der bösen Texte in "97 Bonnie and Clyde" jedoch wieder fallen. Eminem verspricht Kim und Tochter Hailie Jade Scott finanzielle Unterstützung, und das Paar kommt sich wieder näher. Auch die 10 Millionen-Klage seiner Mutter verläuft im Sande. Dieses Verhältnis bleibt jedoch unterkühlt bis feindlich.

Im Milleniumsjahr steht außerdem die Veröffentlichung von Eminems drittem Studioalbum "The Marshall Mathers LP" an. Der Rapper reagiert ziemlich sauer, nachdem die Scheibe bereits Tage vor dem Release Datum im Internet kursiert. Zudem wird auf Napster sogar Eminems angebliche Privatadresse mit Telefonnummer vertrieben. Aus dem Verantwortlichen würde er am liebsten "die Scheiße heraus prügeln", erklärt der Rapper. Dennoch wird das Album dank der bekannt provokanten Videos und Lyrics zu "The Real Slim Shady", "Stan" und "The Way I Am" zum Kassenschlager und verkauft sich allein in Amerika knapp acht Millionen Mal. Es hagelt Grammys und MTV-Awards ohne Ende. Anlässlich der Grammy-Verleihung 2001 gehen gerade die Homosexuellen auf die Straße, um gegen die Diskriminierung in seinen Texten zu demonstrieren. Zudem tritt er mit dem bekennenden Homosexuellen Elton John auf die Bühne und performt mit ihm den Song "Stan". Zum Unverständnis der amerikanischen Schwulen- und Lesbenvereinigung natürlich. John selbst nimmt den Rapper zusätzlich in Schutz, indem er sich als großer Eminem-Fan outet. Eminem stellt daraufhin in der taz richtig: "Das Schimpfwort "Schwuchtel" (Faggott) heißt für mich einfach so etwas wie Verlierer, Weichei. Es hat nichts zu tun mit Homosexuellen." Elton John: Sein "Marshall Mathers"-Album ist frisch, kontrovers, kurz: ein Meisterwerk. Nach erfolgreicher Welttournee, die ihn mit Bühnenmotorsäge auch nach Deutschland führt, steht im Mai 2002 "The Eminem Show" in den Läden. Das vierte Studioalbum Eminems sorgt wieder schon im Vorfeld für Schlagzeilen: Da es bereits Wochen vor dem offiziellen Release-Datum illegal im Netz erhältlich ist, veröffentlicht Interscope die Platte früher als geplant. Trotzdem erobert der weiße Rapper die Charts diesseits wie jenseits des Atlantiks erneut im Sauseschritt. In einer Zeit, in der die meisten Künstler Einbußen bei den Verkaufszahlen hinnehmen müssen, bildet alles, was Eminem anfasst, die Ausnahme von der Regel. Selbst auf der Kinoleinwand machte der Rapper ein sehr gute Figur.

8 Mile - Ein Kreis schließt sich

"8 Mile" heißt sein autobiographischer Film, bei dem Eminem selbst die Hauptrolle des Jimmy 'Rabbit' Smith übernimmt, Kim Basinger seine Rabenmutter spielt und Curtis Hanson ("L.A. Confidential", "Wonder Boys" die Regie führt. Eminem ist Jimmy Rabbit. Jimmy Rabbit ist Eminem. Realistisch und stilecht setzt Hanson Ems Aufstieg während der Detroiter Freestyle Battles in Szene. Nur die wütende Schattenseite des Superstars fällt dem Hollywoodprinzip zum Opfer. Dafür stimmt jedoch die Intention von "8 Mile": Nicht die Hautfarbe ist entscheidend sondern die Skills, wie der traurig-komische White Trash-Charakter des naiven Cheddar Bob zeigt. "Nie wieder", lautete am letzten Drehtag Eminems kurzer Kommentar auf die Frage, ob er weiter schauspielern wolle. Doch das offene Ende erzwingt eine Fortsetzung förmlich, die sicherlich von seinen weiteren Schritten im Musikgeschäft handeln wird.

Nach dem sich das Enfant Terrible also auf dem Thron des Rap eingenistet hat, erweitert er seine künstlerischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten, um vollkommen autark arbeiten zu können. Bereits für die "The Eminem Show" kreiert er eigene Beats, die später auch bei Künstlern wie Nas oder Jay-Z hoch im Kurs stehen. Dr. Dre fungiert nur noch als Mentor im Hintergrund. Ähnlich verhält es sich auch auf Label-Ebene. Eminem gründet Shady Records als eigenständiges Subunternehmen von Dres Aftermath-Firma. Neben seiner Detroit-Crew D-12 nimmt er noch Obie Trice sowie 50 Cent und dessen G-Unit unter Vertrag. Wie nicht anders zu erwarten, landet auch das erste 50 Cent-Album für Shady Records auf Platz eins der Billboard Charts.

Ein Album ("Encore" und zwei DVDs später vervollständigt er seinen Backkatalog mit der obligatorischen Greatest Hits. "Curtain Call" erscheint am 6. Dezember 2005 und enthält neben den Hits auch persönliche Lieblingstracks des Rapstars sowie eine Reihe unveröffentlichter bzw. neuer Tracks. Damit nährt der mittlerweile 33-Jährige erneut Gerüchte, er wolle sich auf's Altenteil zurück ziehen und seine Sporen in Zukunft lieber als Produzent als an der Bühnenfront verdienen. Mittlerweile hat Em weltweit über 65 Millionen Platten verkauft (29 Millionen in den USA) und auch den ein oder anderen Skandal (Rassismus-Vorwürfe vom Hip Hop-Magazin The Source, ein Beef mit Ja Rule oder das Eingestehen seiner Tablettenabhängigkeit) überstanden. Den Sound verliert er dennoch nie aus den Augen und kümmert sich beispielsweise im Auftrag von Tupacs Mutter erneut um dessen musikalisches Erbe.

Ist Eminem nun der neue Elvis? Seine rasante Entwicklung von Nobody zum Superstar zum Produzenten verbildlicht die Beschleunigung aller gesellschaftlichen Prozesse. Anders als Elvis oder auch dessen Nachfolger Michael Jackson scheint Eminem sich kaum nach der Liebe der Massen zu sehnen. Als Künstler muss Eminem sich aber trotzdem hinter niemandem verstecken. Auch wenn die Gewalt-Exzesse des Alltags in seinen Texten recht eindeutig auf Missstände im eigenen Land abzielen - andere Ebenen seiner ungezügelten Aufmüpfigkeit bewegen die ganze Welt. Nichts gegen Filz und Fett. Als aber der bekennende Homo Elton John Eminem öffentlich den Rücken stärkte, irritierte dies vermutlich mehr Menschen in ihrer Weltanschauung, als beispielsweise die gesammelten Werke des großartigen Joseph Beuys.

8.12.06 16:36


Pinks Biographie

P!NK - eine Erfolgsstory wie aus dem Bilderbuch: Ihr Weg zum Ruhm ist mit Platin, Gold und Top-Ten-Platzierungen in aller Welt gepflastert. Als Vierte im Bunde mit Christina Aguilera, Lil'Kim und Mya gewann sie mit dem Remake von "Lady Marmalade" ihren ersten Grammy, landete ihren ersten Nummer-Eins-Hit und blieb mit „M!ssundaztood“ willkommener Dauergast in den Charts und in den Herzen ihrer Fans. Einen MTV Europe Music Award erhielt sie für „Get The Party Started“ in der Kategorie „Best Song“, wurde für den Echo nominiert und bei den Brit Awards 2003 als "Best International Female" gefeiert. Und ein Ende dieser Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht in Sicht: P!NK ist kein bisschen müde geworden und veröffentlicht ihr neues Album.

"Überall, wo ich hingehe, hinterlasse ich Chaos und Menschen, die mir hinterhertuscheln 'Warum hat sie jetzt das gemacht'. Ich liebe es einfach, Aufsehen zu erregen. Wenn ich da bin, hat die Langeweile keine Chance mehr."

Aber zurück zu den Anfängen: P!NK erblickte als Alecia Moore am 8. September 1979 in Doylestown – in der Nähe von Philadelphia - das Licht der Welt. Ihren Spitznamen bekam sie schon als Kind, weil sie schnell rot wurde. Den Spitznamen behielt sie, nachdem sie den Tarantino-Film "Reservoir Dog" mit dem arglistigen Mr. P!NK gesehen hatte.

P!NKs Weg war nicht einfach: Sie arbeitete bei Fastfood Ketten wie Pizza Hut, Mc Donald's, Wendy's und an der Tankstelle, kam oft zu spät und hasste es, Befehle entgegenzunehmen. Als Kind hatte sie nie gleichaltrige Freunde, ihre beste Freundin war eine 85-jährige Frau aus der Nachbarschaft.

Ihr Vater ist ein Vietnam-Veteran, der P!NK dazu erzog, der Realität ins Auge zu blicken. Sie hörte sich Janis Joplin, Jimi Hendrix, Billy Joel, Guns N'Roses, Green Day und 2Pac an. Auch ein Tagebuch führte sie, bis ihr eine Mitschülerin jenes klaute und die Seiten an die Spinde der Schule klebte. Dann begann sie Gedichte zu schreiben, um zu verstehen, was in ihr vorging.

P!NK zeigte ihre unkompromisslose Art bereits in ihrer Teenager-Zeit: Schon in der Schule flog sie öfter aus dem Unterricht, weil sie ihren Lehrern mit großer Begeisterung unbequeme bis unverschämte Fragen stellte und bis heute lässt sie sich von (fast) niemandem etwas sagen. Und wieso? "Ich akzeptiere nichts, was die Gesellschaft mir vorgibt!"

P!NK tut einfach was sie will. Mit zwölf schlich sie sich an den Wochenenden immer in Philadelphias coolste Clubs, tanzte, was das Zeug hielt und versuchte sich an kleinen Rap-Einlagen. Sie sang Gospel, war in einer Punkband, war Background-Sängerin bei den Rappern von Scratch N'Smoove und ein Skateboard-Girl.

Als Teenager trug sie die Hüte und Stiefel nach ihrem großen Vorbild Linda Perry der 4 Non Blondes, sang ihre Songs, und konnte diese nach einem langen Telefonat gar zur musikalischen Zusammenarbeit überreden. Nach einigen Episoden bei Girlgroups jedoch wurde sie von L.A. Reid von LaFace Records als Solokünstlerin engagiert. Namhafte Produzenten wie Darryl Simmons, Babyface oder She'kspeare nahmen sich ebenfalls ihrer an.

Und obwohl P!NK nun schon den Status eines Superstars hat, sie lässt sich nicht verbiegen. Egal ob’s um Knigge oder Medientraining geht, P!NK pfeift drauf! Auch einen Benimm-dich-Kurs sollte sie belegen; doch P!NK lehnte ab – mit der Begründung, dies sei eine Beleidigung für ihre Mutter. Ein Medientraining scheiterte, weil ihr Trainier nach fünf Minuten verzweifelt aufgab. P!NK: "Ich fühlte mich wie eine Marionette. Das ist so mies. Ich würde mich scheiße fühlen, wenn ich den Leuten nicht einfach sagen kann, was ich denke!"

P!NK tut, was sie für richtig hält: Wenn sie sich stylt, geht sie nicht einfach in den nächsten Designer-Laden – sie macht ihre Kleider selber, das ist ihr Hobby und so mausert sich oft schon ein schlichtes schwarzes T-Shirt zu

einem ganz exquisiten, edlen und schrillen Teil. Und statt einer teuren Goldkette hängt sie sich die Hundemarke von ihrem Vater um den Hals, die er in Vietnam getragen hat.

P!NK ist happy. Musik hat ihr Leben gerettet. Und sie tut es nach wie vor, wie sie sagt. Sie will Sinne wecken, Engstirnigkeit aufweichen, hinterfragen, inspirieren und vor allem die Lust und den Spaß am Leben wecken: "Die Welt ist bereit, aufzuwachsen", sagt P!NK. Sie selbst ist eindeutig gewachsen. Tut, was sie immer schon tun wollte. Ist ehrlicher und direkter geworden.
 

"Mich kann man nicht dressieren. Bis jetzt ist es noch nie jemanden gelungen, mich aufzuhalten", lässt P!NK verlauten, und Recht hat sie! Erst recht, wenn man ihr neues Album hört.

8.12.06 16:25


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